[spiːk]

Sprache, Identität, Kultur

Verein zur Dokumentation der Sprache und Kultur regionaler Minderheiten

Grenz-Frei
PROJEKTE

Grenz-Frei

LEBENSGESCHICHTEN IM GRENZRAUM
Ein Projekt zur Bewusstseinsbildung für die Mehrsprachigkeit im steirisch-slowenischen Sprachraum

Der steirisch-slowenische  Grenzraum war traditionell ein gemischtsprachiges Gebiet, in dem auf beiden Seite der jetzigen Grenze Slowenisch und Deutsch gesprochen wurde. Mit der Grenzziehung von 1918 und 1945 zwischen Österreich und Slowenien wurden familiäre, wirtschaftliche und sprachliche Verbindungen unterbrochen. Es entstanden auf beiden Seiten der Grenze sprachliche Minderheiten, die lange Zeit auf beiden Seiten verschwiegen wurden. Erst seit den späten 1980er Jahren begann man sich mit der Geschichte des Grenzraums zu befassen. Viele Lebensgeschichten von GrenzbewohnerInnen reflektieren diese historischen Entwicklungen.

Das Projekt „Lebensgeschichten im Grenzraum“ möchte durch die Dokumentation der Lebensgeschichten von GrenzbewohnerInnen ein Bewusstsein für die mehrsprachige Vergangenheit und Gegenwart dieser Region zu schaffen. Dazu wurden biographische Interviews auf Deutsch und Slowenisch im Grenzraum geführt. Das Projekt nimmt Bezug auf eine bereits bestehende Sammlung von Interviews, die vom Projektpartner Artikel-VII-Kulturverein –  Pavelhaus erstellt wurde. Während in den bereits bestehenden Interviews die Lebensgeschichte der Interviewten im Vordergrund stand, wurde bei dem im Projekt entstandenen Interviews der Fokus auch auf den Sprachgebrauch und Spracheinstellungen im Grenzraum gelegt. Da die bereits bestehende Sammlung von Interviews schon vor einigen Jahren erstellt wurde und damals hauptsächlich Personen der älteren Generation interviewt wurden, sollen in diesem Projekt auch die jüngere Generation zu Wort kommen. Desweiteren ist durch die Zusammenarbeit mit der Universität Maribor der Zugang zu bestehenden Korpora in Slowenien gewährleistet.

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit mehrerer Institutionen: Durch die langjährige Tätigkeit des Artikel-VII-Kulturvereins –  Pavelhaus / Pavlova hiša als Vertreter der slowenischsprachigen Volksgruppe in der Steiermark wird der Kontakt zu Gewährspersonen ermöglicht.  Desweiteren ist durch die Zusammenarbeit mit der Universität Maribor der Zugang zu bestehenden Korpora in Slowenien gewährleistet. Eine Qualitätssicherung in Bezug auf die Methodologie des Projekts ist durch die Einbeziehung von treffpunkt sprachen / Plurilingualismus der Universität Graz gewährleistet. treffpunkt sprachen / Plurilingualismus ist eine Institution mit langjähriger Erfahrung in der Dokumentation, Archivierung und Analyse von „Oral History” -Dokumenten. Die umfassende Erfahrung in der Vermittlung von Themen in Bezug auf die Sprache und Kultur von Minderheiten seitens des Hauptprojektträgers [spi:k] sowie des Projektpartners Artikel-VII-Kulturvereins –  Pavelhaus sichert eine erfolgreiche Abwicklung des Projekts in Hinblick auf Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung. 

Lebensgeschichten im Grenzraum

Erste Ergebnisse des Projekts wurden im März 2014 an der Universität Maribor und im Pavelhaus / Pavlova hiša präsentiert.

„Lebensgeschichten im Grenzraum“ auf TV-AS Murska Sobota

Gefördert durch das Land Steiermark im Rahmen des GRENZ-FREI Fonds


Lebensgeschichten im Grenzraum
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